Ich möchte einen Ort wo es keine Schmerzen und kein Leid gibt. Wo es keinen Neid und keinen Hass gibt. Wo man sich respektiert und füreinander da ist. Es wird ihn ganz sicher einmal geben - nach dieser Zeit.

Freitag, 28. Mai 2010

Eine kleine Geschichte für liebe Menschen!

Eine kleine Geschichte für liebe Menschen!

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.

Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.
Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.
Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge scheinen nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau.
Nachdem sie das wenige Essen mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihren eigenen Betten schlafen. Als aber die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh lag tot auf dem Feld.

Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können. "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig und du ließest ihre Kuh sterben."

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte.
Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um die Bauersfrau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

Die Dinge sind also nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

(aus: Gesundheitsbote, Freunde naturgemäßer Lebensweise)

Die blaue Blume

Die blaue Blume
Ich suche die blaue Blume
ich suche und finde sie nie
Mir träumt, dass in der Blume
mein gutes Glück mir blüh

Ich wandre mit meiner Harfe
durch Länder, Städt´und Au´n
Ob nirgends in der Runde
die blaue Blume zu schaun

Ich wandre schon seit langem
hab lang gehofft, vertraut
Doch ach, noch nirgends hab ich
die blaue Blum geschaut

Joseph von Eichendorff

Das Märchen vom Salz

Es geht die Sage von einem König, der hatte zwei Töchter, die alle hübsch und sehr freundlich waren und die er sehr liebte. Je älter der König aber wurde, umso schlimmer plagte ihn der Gedanke, welche seiner beiden Töchter er wohl zu seiner Nachfolge im Lande bestimmen sollte. Diese Unsicherheit lastete unerträglich auf ihm und so bat er Gott um Hilfe, dass er die richtige Wahl treffen möge. Als nun sein Geburtstag immer näher rückte, kam ihm mit einem Mal folgender Gedanke: er solle sich von jeder seiner Töchter etwas zum Geburtstag wünschen, was hübsch und für das Leben von grosser Bedeutung sei. Und so rief der alte König seine beiden Töchter zusammen und teilte ihnen seinen Wunsch mit. Auch mahnte er sie, die Geschenke mit allergrösster Sorgfalt und Bedachtheit auszuwählen.
Nun kam des Königs Geburtstag und die beiden Mädchen brachten ihm ihre Geschenke dar. Die ältere der beiden schenkte ihm eine kostbare, sehr nützliche Gabe, die dem alten König auf´s Allerbeste zusagte. Die jüngste Tochter aber schenkte ihm ein kostbares, kleines Kästchen in dem sich nichts anderes befand, als ein Häuflein Salz.
Als der König dies sah, wurde er so ärgerlich, dass er seine liebe Tochter aus dem Palast jagte und ihr befahl, sich hier nie mehr blicken zu lassen.
Das erschreckte Mädchen lief nun hinaus in eine ihr vollkommen fremde Welt, in der zurechtzukommen sie niemand gelehrt hatte. Sie lief den ganzen Tag und am Abend kam sie vor ein schönes Wirtshaus am Rande eines grossen Waldes. Sie wagte sich trotz ihrer Müdigkeit und ihrer inzwischen sehr unordentlichen Kleider in die Schankstube, begegnete dort sogleich der Wirtin, welche sie um etwas zu Essen bat. Die Wirtin erkannte wohl die Not des erschöpften Kindes und bot ihm eine gute warme Kräutersuppe an. Und als das Königstöchterlein zuende gegessen hatte, lud die Wirtsfrau es ein, bei ihr im Hause zu übernachten. Erschöpft und dankbar legte sich das Kind in einer hübschen kleinen Stube zu Bett und schlief sich ordentlich aus.
Am nächsten Morgen, als die Sonne freundlich in das Kämmerlein schien, erwachte das Kind mit einer grossen Freude und Dankbarkeit im Herzen. Sie stieg hinunter in die Küche, wo die Wirtin bereits dabei war, die leckeren Speisen vorzubereiten, für die sie weit übers ganze Land hin bekannt und berühmt war. Mit einem frohen Lächeln begrüsste sie das Königskind und lud es zu einem guten Frühstück und einem freundlichen Gespräch ein. Dabei liess sie erkennen, dass sie sich darüber freuen würde, wenn das Kind bei ihr im Wirtshaus bleiben würde. Sie würde ihm auch gerne das Kochen und das Führen eines Wirtshauses beibringen. Mit Freude und Dankbarkeit nahm das Mädchen dieses liebe Angebot an und so geschah es dann, dass die Königstochter bei der Wirtin in die Lehre ging, was zu einem grossen Vergnügen für beide wurde. Bald schon aber war unser Königskind eine bessere Köchin als ihre Lehrmeisterin und wurde noch berühmter als diese.
Der alte König bekam davon zu hören, dass es in seinem Reiche eine so berühmte Köchin gab. Und weil die Hochzeit seiner älteren Tochter vor der Türe stand, wollte er diese berühmte Köchin sofort zu seiner Hofköchin machen. So erging ein Ruf an die inzwischen junge Frau, sie solle zur Leibköchin am Hofe des Königs gemacht werden. Das geschah und der König war´s zufrieden.
Nun sollte wieder einmal der Geburtstag des Königs gefeiert werden. Die junge Köchin erhielt den Auftrag, die allerfeinsten Speisen herzustellen und anzurichten; es solle an nichts gespart werden. Und so geschah´s. Die wunderschönsten und erlesensten Gerichte wurden serviert, die Tafeln waren übervoll und des Königs Gäste füllten sich damit ihre Bäuche. Ein Gang nach dem anderen wurde serviert und eine Speise war köstlicher als die andere. Nun aber folgte der Hauptgang mit des Königs Lieblingsgericht, auf welches er sich schon sehr freute. Er probierte seine Leibspeise und, oh weh, er verabscheute sie! Sie war nicht gesalzen!
Gleich liess er die Köchin vor sich bringen, schalt und beschimpfte sie und verlangte nach einer Erklärung für diese Ungeheuerlichkeit."Sage mir, du Magd, was fällt dir ein, dem König eine ungesalzene Speise vorzusetzen!?" Diese aber antwortete ganz ohne Angst: "Ihr, Herr König, habt Eure jüngste Tochter aus dem Palast und Eurem Herzen verjagt, weil sie Euch zu Eurem Geburtstage nur Salz geschenkt hat, das sie doch für so nützlich hielt. Vielleicht versteht Ihr nun, dass Euer Kind wohl doch nicht ganz unrecht hatte!"
Da nun erkannte der König seine jüngste Tochter, bat sie um Vergebung und nahm sie wieder voller Freude und Liebe in seinen Palast und in sein Herz auf. Die Freude darüber war allgemein sehr gross und der alte König lebte noch viele Jahre glücklich zusammen mit seinen Kindern.

Hiervon weiß ich leider nicht mehr die Bezugsquelle. Sollte es jemanden stören bitte gebt mir bescheid.

Vom segenbringenden Kräutlein

Vom segenbringenden Kräutlein
Ein Kräutlein kann Segen bringen, so oder so.

Einst lebte eine Frau mit ihrer Tochter am Rande eines grossen Waldes. Da kam eine Zeit, da die Mutter krank wurde und sie und ihr Kind nichts mehr ausser trockenem Brot zu Hause hatten. Das Kind dachte sich nun, dass es gut wäre in den Wald zu gehen, um dort Beeren und Kräuter zu sammeln, damit es der Mutter wenigstens etwas Frisches, Gesundes zu essen geben könnte. So nahm es ein Körbchen und machte sich auf den Weg.
Überall fand es schöne Beeren und frische grüne Kräuter, die es fleissig in seinem Körbchen zusammentrug. Dabei merkte das gute Kind aber nicht, dass es schon sehr finster wurde, und es den Weg vor seinen Augen fast nicht mehr sehen konnte. Da begann es bitterlich vor lauter Angst zu weinen. Auf einmal hörte es vor sich etwas in den Blättern rascheln und beim genauen Hinschauen, erkannte es ein kleines Männlein, ganz in grüne Kleider gehüllt. "Hab keine Angst, Kind. Ich will dir nichts Böses. Sage mir nur, warum weinst du denn so bitterlich?" "Ach," sagte da das Mädchen, "ich habe den ganzen Tag Beeren und Kräuter für meine kranke Mutter gesammelt und nun habe ich mich verlaufen und finde nicht mehr nach Hause." "So beruhige dich doch," entgegente da das Männlein, " ich will dir den Weg aus dem Dunkel zeigen und dich bis an den Waldrand führen. Von da aus kannst du sicher den Heimweg finden."
Gesagt, getan. Das Männlein führte das Mädchen eine geraume Zeit und bald schon befanden sich beide am Rand des Waldes. Dort bückte sich der kleine Waldgeist und reichte dem glücklichen Kind ein paar Kräuterlein mit den Worten: "geh nach Hause und koche die Kräuter in heissem Wasser. Dann gib der Mutter den Kräutersud zu trinken und bald schon ist sie gesund."
Das Kind verabschiedete sich voller Freude und Dankbarkeit und machte sich eilig auf den Heimweg. Zu Haus angekommen, tat es wie ihm der Geist aufgetragen hatte, kochte die Kräuter im heissen Wasser und gab den Tee der Mutter zu trinken. Kaum hatte diese den Kräutertee ausgetrunken, erhob sie sich von ihrem Lager und war gesund und frisch.
Das aber hatte der Nachbarsbub mitbekommen und er dachte bei sich: "wenn ich das auch so mache, dann bekomme auch ich vom Waldgeist solche Kräuter geschenkt. Die verkaufe ich dann auf dem Markt und von dem Geld, das ich hierfür bekomme, kaufe ich mir Süssigkeiten." Und mit diesem Gedanken machte er sich am nächsten Tage mit einem Weidenkörbchen auf den Weg in den Wald.
Dort schlug er sich seinen Bauch mit frischen dicken Heidelbeeren voll, konnte gar nicht genug davon bekommen und vergass darüber vollkommen die Zeit. Bald war es duster geworden und nun erinnerte er sich an sein falsches Vorhaben. Sofort begann er laut zu jammern und zu klagen und erwartete voller Sehnsucht und Habgier das Erscheinen des Geistes. Der kam dann auch und fragte den Buben: "warum machst du solch einen Krach, dass einem ja die Ohren schmerzen?" Der Junge antwortete ihm: "ich habe Beeren und Kräuter gesammelt den ganzen Tag und nun habe ich mich verlaufen und finde nimmer heim." "Wenn´s weiter nichts ist, so will ich dir schon helfen. Folge mir nur nach, ich führe dich," empfahl ihm da der Waldgeist.
Der Bub lief nun hinter dem Männlein her, voll hämischer Gedanken. Aber das Geistlein führte den Buben jetzt stundenlang über Stock und Stein, kreuz und quer durch den dunklen Wald, bis dieser vor Erschöpfung kaum noch zu laufen vermochte. Da begann er nun wirklich bitterlich zu weinen und erkannte und bereute seine schlechte Gesinnung. In diesem Moment aber standen die beiden am Rand des Waldes. Froh wollte sich der Junge sogleich ohne Dank auf und davon machen, aber der Waldgeist hielt ihn mit den Worten zurück: "warte, ich will dir einige Kräuter mitgeben. Koche sie in heissem Wasser, trinke den Kräutertee und morgen wirst du all die Strapazen von heute vergessen haben und es wird dir wieder gut sein." Der Junge schnappte sich die Kräuter wiederum ohne Dank und machte sich auf den Heimweg.
Zu Hause angekommen kochte er sogleich den Kräutertee, trank davon und erwartete sofort dessen heilsame Wirkung. Aber, oh weh, kaum hatte er eine Tasse davon leergetrunken, begann es auch schon in seinem Bauche zu rummsen und zu rumoren. Ganz schlecht wurde ihm davon und er musste sich vor lauter Schmerzen wie ein Wurm krümmen und winden. Das dauerte einige Tage, aber während dieser Zeit erkannte der Bub seine falsche Gesinnung, bereute abermals und es wurde aus einem bösen Burschen ein guter Junge.
Während meiner Kindheit oft gelesen, nun frei nacherzählt.

Der Tausendjährige Rosenstock zu Hildesheim

Der Tausendjährige Rosenstock zu Hildesheim
Sagenumwobener Rosenstock am Hildesheimer Mariendom.


Bild: Heckenrose -cw
Es geht die Sage, dass vor etwa 1100 Jahren, im Winter, Kaiser Ludwig der Fromme mit seinem Jagdgefolge unterwegs war. Bei dieser wilden Hatz verlor er aber sein ihm liebgewordenes Kreuz, das er an einer Kette immer mit sich trug. Als er den Verlust bemerkte, wurde er sehr traurig und beauftragte sofort sein Gefolge, nach dem Heiligtum zu suchen.
Die Gefolgsleute machten sich sogleich auf den Weg und der Kaiser blieb alleine im Schnee zurück. Lange Zeit war er da so ganz auf sich gestellt. Kalt wurde es mit einem Mal und die Nacht kündigte sich auch schon an. Der Kaiser, der solches Ungemach gar nicht gewohnt war, wurde zunehmend unruhiger. Und als es bereits sehr finster war und bitter kalt, und die Gefährten noch immer nicht zurück waren, begann der grosse Mann zu beten. Er versprach dem Herrgott, dass, wenn er diese Nacht überleben und zu seinen Gefährten zurückfinden dürfe, dann würde er als Dank an dieser Stelle eine Kapelle erbauen lassen.
Am nächsten Morgen, als der Kaiser aus einem tiefen Schlaf erwachte und die Augen öffnete, erblickte er das Wunder. Er befand sich, umringt von Schnee, inmitten eines kleinen grünen Wiesenstückes und direkt vor seinen Augen stand ein grosser Rosenbusch in voller Blüte.
Kurz darauf trafen auch die Freunde des Kaisers mit seinem heiligen Kreuze ein und Freude und Dankbarkeit breiteten sich unter den Männern aus. Noch am selben Tag zu Hause angekommen, gab der Kaiser, gemäss seinem Versprechen, den Bau einer schönen Kapelle in Auftrag.
Inzwischen aber ist aus einer kleinen Kapelle ein stattliches Gotteshaus geworden, der Hildesheimer Mariendom, an dessen Apsis noch immer der inzwischen über "1000 jährige Rosenstock" wächst und blüht.

Wie die Ackerwinde der Gottesmutter diente.

Wie die Ackerwinde der Gottesmutter diente.
Die Gottesmutter weiss sich und anderen immer zu helfen.

Es geht die Sage, dass an einem schönen Sonnentag ein Weinbauer mit seinem Karren, der vollbeladen mit Fässern kostbaren Weines war, auf dem Weg zur Stadt war. Doch weil der Weg durch den tagszuvor gefallenen Regen nass war, rutschte der Karren in einen Graben und der Weinbauer konnte ihn nicht mehr alleine herausziehen.
An diesem Tage war aber auch die Gottesmutter zu Fuss unterwegs in die Stadt und sie kam just in dem Moment an die Stelle, wo der Bauer gerade dabei war, seinen verunglückten Wagen zu entladen, damit er ihn leichter aus dem Graben befreien könne.
Die Gottesmutter fragte den unglücklichen Mann, was denn geschehen sei und dieser erzählte ihr die ganze Geschichte. Da die Gottesmutter aber ein barmherziges Herz hatte, sagte sie zum Weinbauern, er möge ihr etwas von seinem Wein zum Trinken geben, dann wolle sie ihm schon helfen, das Gefährt wieder freizubekommen. Nur zu gerne war der gute Mann bereit, der hilfreichen unbekannten Frau ein Gläschen von seinem allerbesten Weine anzubieten, aber: Er hatte kein Glas, das er hätte füllen können.
Die Gottesmutter aber war darum gar nicht verlegen. Sie pflückte von einer Pflanze, die üppig am Wegesrand wuchs, eine hübsche kleine Blüte, die aussah wie ein zarter, weiss-rosa gestreifter Kelch. Diese hielt sie dem Weinbauern entgegen, der sie sofort freudig mit seinem besten Weine füllte. Die Gottesmutter trank davon und schon war der Wagen wie durch ein Wunder aus dem Graben heraus gekommen. Nun konnte der Bauer die bereits abgeladenen Fässer wieder aufladen und sich auf seinen weiteren Weg machen.
Die kleine, hübsche Ackerwinde ist seither auch als "Muttergottesgläschen" bekannt und vielleicht hat sich diese Geschichte ja auch in der Pfalz, in der Nähe von Deidesheim zugetragen

Ich werde Kräuterweib

Habe heute morgen einen neuen Entschluß gefasst, werde mich was Naturheilkräuter angeht etwas weiterbilden.
Wie ich das anstellen werde weiß ich jetzt auch noch nicht so genau, aber mal sehen.
Muß jetzt erst einmal selber wieder auf die Beine kommen damit ich einen klaren Kopf dafür haben kann.
Also erst einmal abklopfen wo kann ich mich kundig machen, dann in Kur gehen und dann weiter.

Hier ein kleines Märchen - weiß leider nicht mehr auf welchem Blog ich es gefunden habe:

Der Sohn der Kräuterfrau

Es war einmal eine Witwe, die hatte einen Sohn, und sie waren so arm, dass sie nichts weiter zu essen hatten als die Kräuter, die die Mutter im Gebirge sammelte. Alle nannten sie darum Kräuterfrau, sie hatte gar keinen anderen Namen. Nahe am Palast des Königs hatte sie eine Hütte, dort wohnten sie. - Denk einmal, wie viele Leute mit ihren seidenen Gewändern und ihren Musikanten im Palast aus und ein gingen! An denen allen hatte sie ihr Vergnügen und vergaß dabei ihre Armut.
ihr Sohn, ein hübscher junge, der auch tüchtig war, mühte sich den ganzen Tag um Arbeit bei Fremden. Was sollte er sonst auch tun? Er lebte von der Hand in den Mund, und doch reichte es nicht vorn und nicht hinten. Als er hörte, dass der König eine heiratsfähige Tochter hatte und dass die Brautwerber täglich im Palast aus und ein gingen, wollte er auch seine Mutter schicken, um für ihn zu werben. Er bedrängte sie also sehr, zum König zu gehen.
Die arme Frau sagte zu ihm: "Aber lieber junge, wie kann ich denn beim König für den Sohn der Kräuterfrau werben? Er wird mich töten, wenn ich nur wage, ihm mit so etwas zu kommen." - "Aber warum denn? Ist dein Sohn etwa schlechter als die anderen?" erwiderte er. Um es kurz zu machen: die Alte sah, dass sie gegen ihn nicht ankam, machte sich eines Tages auf, ging in den Palast und verlangte den König zu sprechen. Als sie ihm von ihrem Sohn erzählte, brach der König in Gelächter aus. "Aber, Kräuterfrau, was bildet sich dein Sohn denn ein, dass er die Kühnheit hat, die Königstochter heiraten zu wollen? Sieh dir doch einmal an, was für Königssöhne sich um sie bewerben, und sie weist sie ab!"
Gerade in diesem Augenblick ertönten Trommeln und Musikinstrumente, und in den Hof des Palastes ritt auf einem schneeweißen Pferd ein Königssohn, der war ganz und gar in Gold gekleidet, und ihn begleiteten hundert junge Herren, seine Soldaten; er wollte um die Königstochter werben. "Sieh dir das gut an", sagte wieder der König zur Kräuterfrau, "und sage deinem Sohn Schuster bleib bei deinen Leisten, damit ich ihn nicht ins Gefängnis werfe und er für künftige Zeiten lernt, nicht wieder Schwiegersohn des Königs werden zu wollen!" So scheuchte er sie mit heftigen Worten hinaus, und die Kräuterfrau ging traurig zurück in ihre Hütte.
Sehr früh am nächsten Tag rief der König seine Tochter, um mit ihr über den Königssohn zu sprechen, der sich um sie beworben hatte. Aber sie hatte ihn am Abend vorher gesehen, wie er in den Hof des Palastes eintrat, und wollte ihn auf keinen Fall zum Mann haben; er hätte einen viel zu großen Kopf, lange Stehohren und wäre überhaupt hässlich. Dann fragte sie ihren Vater: "Was wollte eigentlich die Kräuterfrau, Herr Vater, die ich aus dem Palast gehen sah?" Der erzählte ihr, dass diese gekommen war, um für ihren Sohn zu werben. Nun hatte die Königstochter den Sohn der Kräuterfrau beim Vorübergehen beobachtet, und er hatte ihr gefallen. Sie sagte daher zum König: "Herr Vater, ich habe sie alle satt, diese Könige und Königssöhne, alte und junge. Ich will einen Mann haben, der schön und tüchtig ist, auch wenn er kein Königreich hat. Wozu heißt es: Sie sollen mich Edelfrau nennen, wenn ich auch vor Hunger umkomme! Das will ich gerade nicht! Lass den Sohn der Kräuterfrau rufen, und rufe den Stockfisch von Königssohn mit der breiten Nase, der dir gefällt, und gib jedem von ihnen ein Schiff, damit beide auf die Reise gehen. Wer sich als der Tüchtigere erweist, zuerst zurückkehrt und am meisten Geld mitbringt, den werde ich nehmen."
Der König wollte zuerst nicht darauf eingehen, aber die Königstochter umschmeichelte ihn und redete ihm zu, versuchte es so und versuchte es anders, schließlich gelang es ihr, ihn dazu zu bewegen, ihr den Gefallen zu tun. Der König lässt also den Königssohn und den Sohn der Kräuterfrau kommen und trägt ihnen auf, sich einzuschlafen und dorthin zu fahren, wohin Gott sie schicke. Der Königssohn fuhr fort auf Nimmerwiedersehen - er kehrte nicht zurück.
Der Sohn der Kräuterfrau nahm sein Schiff und dachte darüber nach, womit er es beladen solle, denn er hatte ja kein Geld, irgend etwas zu kaufen. Da sagte seine Mutter: "Willst du nicht Bergsalz in den Höhlen und Meersalz auf den Salzfeldern sammeln und es, mit meinem Segen, anderswo verkaufen, wo sie so etwas nicht haben, damit du doch etwas verdienst?" Er belud sein Schiff mit dem Salz und fuhr und fuhr. Eines Tages kam er in ein Land, wo sie die Sitte, die Speisen zu salzen, nicht kannten; sie aßen sie ungesalzen, und so hatten die Speisen auch keinen rechten Geschmack. Als das Schiff Anker geworfen hatte, stieg der Sohn der Kräuterfrau aus und überlegte sich, wie er wohl seine Ware verkaufen könne.
Da sie dort das Salz nicht kannten, nahm er etwas mit und zeigte ihnen, wie man die Speisen salzt. Die Leute gerieten ganz außer sich vor Freude. Es gefiel ihnen so gut, dass bis zum nächsten Tag alles Salz verkauft war. Als Bezahlung gaben sie ihm Gold, wovon sie einen ganzen Berg hatten, und sagten ihm, er solle abfahren und schnell wiederkommen und mehr Salz bringen, er könne dafür auch Gold bekommen, soviel er wolle.
Er fuhr schnell nach Hause, ging zuerst zu seiner Mutter, gab ihr das Gold und die goldenen Kleider, die er für sie gekauft hatte, und sagte zu ihr: "Mutter, ich muss wieder fort, um noch mehr Salz zu holen und es zu verkaufen, dann werde ich ganz rasch ein reicher Mann sein, und der König kann sehen, was ich wert bin. Aber du, Mutter, rufe doch jetzt, da ich wieder fort muss, Meister und Obermeister des Bauhandwerks, die mir einen Palast bauen sollen, mit dem verglichen der Palast des Königs ein alter Stall ist. Ich will aber, dass er bis aufs letzte fertig ist, wenn ich zurückkehre."
Die Kräuterfrau nahm das Gold, holte im Handumdrehen die Meister, und die bauten einen Palast, den alle bewunderten, und alle fragten, welchem Edelmann der wohl gehöre. Die Mutter selbst schmückte sich abends aufs feinste, legte ihre Goldsachen an, saß draußen vor der Tür und funkelte nur so von Stolz. Eines Tages kam auch der König vorbei, blieb stehen und fragte sie, wem denn der Palast gehöre.
Als er hörte, dass er von dem Gold gebaut war, das ihr Sohn mitgebracht hatte, wunderte sich der König und fragte sie, wo ihr Sohn denn jetzt sei und warum er ihn nicht aufgesucht habe, als er zum erstenmal zurückgekommen war. "Mein König, lang mögest du leben", erwiderte die Kräuterfrau, "mein Sohn ist wieder fortgegangen, weil er noch mehr Gold gewinnen wollte, um dir zu zeigen, was er wert ist, damit du ihn achtest, wie er es verdient."
Nach kurzer Zeit kam ihr Sohn mit noch größeren Reichtümern zurück. Der König schickte ihm Musik und Trommeln entgegen und ließ ihn in den Palast bringen. Darauf war gleich seine Hochzeit mit der Königstochter, sie wurden getraut, und alle, die ihn verspottet und gehänselt hatten, verstummten und sagten gar nichts mehr. Durch den Segen seiner Mutter, seinen Mut und seine Tüchtigkeit wurde der Sohn der Kräuterfrau zum Schwiegersohn des Königs, und er bekam viele Kinder mit seiner Frau, der Königstochter, und sie lebten gut und wir noch besser.
Weder ich war dabei noch du, dass du es glauben müsstest.

Ich vermisse Dich mein Herz - Tommy wo bist Du?

Ich habe nun alle verloren die mir am wichtigsten waren, ausgenommen meine Eltern.

Ich stehe hier und kann einfach die Welt so wie sie ist nicht mehr begreifen.

Ich möchte schreien, darf es aber nicht; ich möchte weinen, darf es aber nicht.

Was stellst Du dich so an - so ist die Welt nunmal.

Wieso soll ich so denken - ich möchte so nicht denken.

Genau deshalb ist die Welt so kalt und schlimm geworden, jeder nimmt diesen Satz als Ausrede für sein egoistisches Handeln.

Gibt es denn niemanden mehr der anders denkt?